Bürger wollen Bahnhof erhalten
 

 

Bürgergespräch der CSU am 28.05.2009 Villa Lessing Weiler
Gebäude ist 116 Jahre alt - Nutzungskonzept finden

Der alte Bahnhof muss als ortsbildprägendes Gebäude erhalten bleiben, sonst wird Weiler zu einem Ort ohne Gesicht, - so die überwiegende Meinung der Bürger in Weiler, die sich beim Bürgergespräch des CSU Ortsverbandes auffallend deutlich artikuliert haben. MdL Eberhard Rotter konnte im Namen des Ortsverbandes eine ansehnliche Anzahl hochmotivierter Bürger begrüßen, denen der Erhalt und die Pflege von Alt-Weiler am Herzen liegen. Hanns Heim und Anton Zinth appellierten an das Verantwortungsbewusstsein der anwesenden CSU-Gemeinderäte, für dieses  116 Jahre alte Gebäude mit dem viele Erinnerungen verbunden seien und vor allem die historische Entwicklung von Weiler eng verquickt ist. Markus Pfister erinnerte an die Diskussion um den Erhalt des historischen Kornhauses in den 70 er Jahren und meinte, es wäre traurig, wenn in der Bahnhofstrasse nur noch eine Erinnerungstafel stünde mit dem einfachen Hinweis, dass hier mal ein Bahnhof war. Gemeinderat Joachim Zwerger und CSU-Fraktionssprecher Xaver Fink plädierten dafür, dass die Gemeinde Mittel und Wege für ein vernünftiges Nutzungskonzept dieses Geländes finden müsse. Ideen seien jetzt gefragt meinte Bruno Bernhard, denn letztendlich stünde einer sinnvollen, finanziell tragbaren Nutzung nichts entgegen.

Dabei wurde neben einer Veräußerung zu Wohnzwecken auch die teilweise Verwendung für örtliche Vereine vorgeschlagen. Eine überwiegende Nutzung für den Einzelhandel oder als Dienstleistungshaus wurde sehr kritisch gesehen, da in Weiler ohnehin schon viele Leerstände zu beklagen seien und größere Orte wie z. B. Wangen bereits mit leer stehenden Geschäftsgebäuden zu kämpfen hätten.

Karl Lederle beklagte die zunehmende Verkehrsfrequenz in der Hauptstraße allgemein und insbesondere den Berufs- und Schwerverkehr in der Bahnhofstraße. Durch die Gewerbebetriebe und durch die neuen Wohngebiete am Gräbenbach und an der Eschweidstrasse entstünde zu Spitzenzeiten eine unerträgliche Verkehrsbelastung die nur durch ein neues Verkehrskonzept verbessert werden könne. Eberhard Rotter meinte, dass zu den Überlegungen über ein neues Verkehrskonzept die direkte Erschließung des Gebietes von der Nordseite sowie der Standort für den Busbahnhof und auch die Führung der Buslinien gehöre, er denke darüber nach ob nicht durch eine Ringlinie über Scheidegg eine Entlastung und eine bessere Erschließung von Bremenried erreicht werden könne. Xaver Fink bewertete die offene Diskussion mit den wertvollen Beiträgen der Gemeindebürger als wichtiges Entscheidungskriterium in der CSU-Gemeinderatsarbeit.

Verfasser:
Bruno Bernhard