Jahreshauptversammlung
 am 23.5.2014

 
 
Für 50 Jahre Mitgliedschaft ehrte Ortsvorsitzender Eberhard Rotter (2.v.l.) Xaver Achberger (3.v.l.) aus Ellhofen. 40 Jahre Parteimitglied sind Karl Lederle (rechts) und Eberhard Rotter. Für 25-jährige Treue wurden Gerd Zimmer (links) und Georg Michl (2.v.r.) ausgezeichnet.

Weiler-Simmerberg. Deutlich gestärkt sieht sich der CSU-Ortsverband Weiler-Simmerberg-Ellhofen durch das Ergebnis der Gemeinderatswahl vom 16. März. Die Mitglieder forderten auf der Jahreshauptversammlung Vorrang für die Sicherung der Trinkwasserversorgung als gemeindliche Pflichtaufgabe. Vor dem Erwerb neuer Immobilien, die dann für einen Millionenbetrag saniert werden müssten, sei das bereits im Eigentum des Marktes befindliche Bahnhofsgebäude einer neuen Nutzung zuzuführen und das Bahnhofsumfeld attraktiver zu gestalten. Neben Rechenschaftsberichten stand auch die Ehrung langjähriger Mitglieder auf der Tagesordnung.

 Ortsvorsitzender Eberhard Rotter freute sich über steigende Mitgliederzahlen und machte deutlich, dass die innerparteiliche Arbeit der vergangenen 12 Monate vorwiegend von der Landtags-, Bundestags-, und den Kommunalwahlen im März dieses Jahres geprägt wurde. Bei allen Wahlen habe die CSU ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Besonders freuten sich die Mitglieder über den Erfolg auf Gemeindeebene. Die CSU ist im neuen Gemeinderat nunmehr mit 9 statt wie bisher mit 7 Ratsmitgliedern vertreten. Mit Anja Reichart und Stephanie Novy haben zudem zwei Frauen den Sprung für die CSU in den Gemeinderat geschafft.

 Das gute Abschneiden sei nicht zuletzt das Resultat der sachbezogenen Arbeit des CSU-Ortsverbandes, der Gemeinderatsfraktion und aller CSU-Gemeinderatskandidaten in den vergangenen Monaten, welche die Bürgerinnen und Bürger honoriert haben. „Den Kurs der CSU, die Bevölkerung stärker in den Meinungsbildungsprozess einzubinden, haben wir konsequent in vielen Bürgergesprächen und mit einer Umfrage vor der Kommunalwahl verfolgt“, so Rotter. Mehr Bürgerbeteiligung werde die CSU auch im Gemeinderat immer wieder einfordern.

 Auch bei der Arbeit im Gemeinderat setzt die CSU auf Kontinuität. Ortsvorsitzender Eberhard Rotter und der Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion Xaver Fink betonten gegenüber den Mitgliedern auch weiterhin für eine sachbezogene Politik im Gemeinderat zu stehen, deren oberste Prämisse die Finanzierbarkeit und die Haushaltskonsolidierung sein müssen. Es gelte Wünschenswertes vom Notwenigen zu unterschieden. Immerhin sei der Markt Weiler-Simmerberg nach wie vor eine der am höchsten verschuldeten Kommunen im Landkreis Lindau, so Fink.

 Der Fraktionssprecher listete eine Reihe von Maßnahmen auf, deren Erledigung nach wie vor ausstehen. Besonders dringlich seinen die Sanierung des Vereinsheims, die Trinkwasserversorgung in Weiler, die Arbeiten in der Hausbachklamm im Zuge der Bergwaldoffensive, die künftige Nutzung des Bahnhofsgebäudes und die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes, die Fortsetzung der Dorferneuerung in Ellhofen und die Sanierung des dortigen Sportplatzes. „Bevor wir uns mit neuen Projekten wie einer “Museumsachse“ beschäftigen, müssen erst einmal die Hausaufgaben gemacht werden“ forderte Fink, der daran erinnerte, dass für Ankauf und Generalsanierung des Eschenlohrhauses, deren Kosten der Bürgermeister selbst auf 1,5 Millionen Euro beziffert hat, kein Euro im Haushalt und in der Finanzplanung der nächsten fünf Jahre enthalten sei.

 In der regen Aussprache kritisierten die Mitglieder, dass Ortsheimatpfleger Gerd Zimmer nicht in die Entstehung des jüngst vorgestellten Museumskonzepts eingebunden war, hinterfragten die Sinnhaftigkeit einer „Museumsinsel“ in Weiler und kritisierten, dass im Gemeinderat Fragen zu den Kosten unbeantwortet geblieben sind. „Was will Weiler eigentlich? Wollen wir Museumsdorf werden? Diese Grundentscheidung müssen wir treffen!“, so Gemeinderat Bruno Bernhard. Ulfried Müller forderte eine klare Prioritätensetzung. Xaver Achberger beklagte den sehr schlechten Zustand der Steinbißstraße in Ellhofen und fragte, was mit den Grundstücken sei, die bereits vor Jahren für den Ausbau erworben wurden. Georg Michl kritisierte, dass im Bebauungsplan der Straßenausbau fehle und fragte nach Erschließungsbeiträgen.