CSU-Ortshauptversammlung
 


28.02.2013
 

Fink: Viele Baustellen in Weiler-Simmerberg

CSU bestätigt bisherige Vorstandschaft in ihren Ämtern.

 

Teilweise heftige Kritik an der Gemeindepolitik äußerten Mitglieder und Gäste des CSU Ortsverbandes Weiler-Simmerberg-Ellhofen auf der Jahreshauptversammlung der Partei. Der wiedergewählte Ortsvorsitzende, Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter, zählte in seinem Rechenschaftsbericht eine Reihe von Veranstaltungen auf, in denen die CSU mit den Bürgerinnen und Bürgern des Marktes eine Vielzahl kommunalpolitischer Themen erörtert hat. „Im Gemeinderat müssen wir manche Vision auf den Boden der finanziellen Tatsachen zurückholen, was nichts mit destruktiver Arbeit zu tun hat“, so Rotter.

 

„Marktgemeinde mit vielen Baustellen“, zitierte Fraktionsvorsitzender Xaver Fink zu Beginn seines umfangreichen Tätigkeitsberichtes die Überschrift eines Zeitungskommentars vom März vergangenen Jahres. Inzwischen seien weitere Baustellen dazugekommen und nur wenige konnten abgeschlossen werden. Er erinnerte daran, dass die Unterbringung des Musikvereins und des Liederkranzes sehr lange gedauert habe, nunmehr jedoch auf Druck der CSU-Fraktion eine sehr gute Lösung gefunden worden sei. Die Wasserversorgung, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, erfordere den Bau eines neuen Hochbehälters für rund 1,5 Millionen Euro. Hier sei „die Axt am Baum“. Die CSU wolle keine weiteren Investitionen in den alten Behälter. Beim Freibad, dessen Wasser in der vergangenen Badesaison – auch durch eine großzügige Spende eines Weilerer Bürgers – erstmals um einige Grad erwärmt werden konnte, sind für einen attraktiven Wassererlebnisspielplatz, einen Trockenspielplatz und eine Erweiterung der Liegewiese rund 400.000 Euro an Investitionen nötig. Zwar erwarte die Verwaltung hierfür einen Zuschuss in Höhe von 50. %, jedoch gelte es den Betrieb durch eine Sanierung des Beckens langfristig sicherzustellen. Hierfür seien bislang keine Investitionsmittel vorgesehen.

 

Statt über einen Ankauf des Eschenlohr-Hauses nachzudenken, sollte besser das Heimatmuseum saniert werden. Die Hausbachklamm sei „die Attraktion für  Weiler“ und müsse dringend wieder gut begehbar gemacht werden. Seit dem letzten Hochwasser sei die Klamm ständig „in Bewegung“. Unruhe herrsche in der Bevölkerung darüber, dass in Scheidegg das neue Alten- und Pflegeheim bereits bezogen sei und in Weiler es noch keinerlei Anzeichen für einen Baubeginn gebe. Die weiter von Fink angesprochenen Themen der Ellhofer Kinderkrippe und es Neubaus der Bahnbrücke bei Ellhofen verursachte etliche Wortmeldungen. Xaver Achberger kritisierte ebenso wie Karl Lederle die hohen Kosten von 400.000 Euro für den Umbau des Kindergartens zu einer Krippe und bezweifelte, dass die Einrichtung mit Kindern aus Ellhofen und Simmerberg ausgelastet werden könne. Eine für 60 Tonnen ausgelegte Bahnbrücke sei weit überdimensioniert, so Achberger weiter. Das „Sträßchen“ halte eine derartige Last gar nicht aus. Beim Eschenlohr-Haus wunderte sich Engelbert Pfanner über die Vorgehensweise. Da wolle die Gemeinde zuerst das Haus kaufen und erst dann werde überlegt, was man damit überhaupt machen kann.

 

Die Neuwahlen erbrachten folgende Ergebnisse: Vorsitzender Eberhard  Rotter, Stellvertreter Sepp Bauer und Elisabeth Rotter. Schriftführer Bruno Bernhard, Schatzmeister Peter Rasthofer. Weitere Vorstandsmitglieder: Engelbert Pfanner, Norbert Fehr, Andreas Reichart, Hermann Zirn, Gerhard Meßmang. Delegierte zur Kreisvertreterversammlung: Eberhard Rotter, Elisabeth Rotter, Engelbert Pfanner, Peter Rasthofer, Heribert Riedmüller. Ersatzdelegierte: Sepp Bauer, Bruno Bernhard, Xaver Fink, Ulf Müller und Hermann Zirn.