CSU-Ortshauptversammlung
 


21.06.2012
 

Konsequent die Interessen der Bürger vertreten

CSU-Ortshauptversammlung diskutiert aktuelle kommunalpolitische Fragen

Weiler-Simmerberg. Kritik an der Personalpolitik im Rathaus wurde auf der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Weiler-Simmerberg-Ellhofen laut. Es sei bezeichnend, dass innerhalb von nur vier Jahren fünf Amtsleiter die Gemeindeverwaltung verlassen hätten, so Fraktionssprecher Xaver Fink.  Im Übrigen dienten  diffamierende Äußerungen des SPD-Fraktionssprechers nicht der konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat.

 

Die Gelegenheit zur Aussprache über die aktuelle Gemeindepolitik nutzten die CSU-Mitglieder reichlich. Ortsvorsitzender Eberhard Rotter hatte eingangs betont, dass die CSU-Gemeinderäte ihre Arbeit konsequent am Wohle der Bürgerinnen und Bürger ausrichteten und sich nicht als „Lautsprecher“ des Bürgermeisters verstünden. Wenn einzelne Vorhaben, wie die Umsiedlung des Feneberg-Marktes an den Ortsrand oder ein Gewerbegebiet in der Hammermühle abgelehnt würden, so seien hierfür ausschließlich sachliche Gründe maßgebend. Bei anderen Projekten müsse aus der Verantwortung für den Gemeindehaushalt die Frage der Finanzierbarkeit gestellt werden. Rotter erinnerte daran, dass der Markt nach wie vor zu den höchst verschuldeten Kommunen im Landkreis zähle und daher finanziell auch in den kommenden Jahren „keine großen Sprünge“ machen könne. Dies gelte insbesondere für den Ankauf des Eschenlohr-Hauses sowie die Zukunft des Bahnhofsgebäudes. Durch nachdrücklichen Einsatz der CSU-Fraktion und dank der großzügigen Spende eines Weilerer Bürgers sei es gelungen, das Wasser im Freibad nunmehr durch Sonnenkollektoren zu erwärmen. Auch haben die Fraktionsmitglieder stets auf die Sanierung des Vereinsheimes und die zeitgemäße Unterbringung des Musikvereins gedrängt.

 

In der Aussprache wunderte sich Heribert Riedmüller, dass der Bahnhof, ohne vorherige Anhörung der Gemeinde, unter Denkmalschutz gestellt worden sei. Die Gemeinde müsse zwar Bedarfsflächen für Gewerbe vorhalten, allerdings könne man darüber streiten, ob die Flächen in der Hammermühle dafür geeignet seien. Im übrigen könne die SPD doch nicht ernsthaft eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat erwarten, wenn sie die CSU derart unqualifiziert angreife. Auch Gerd Zimmer merkte an, dass sich der SPD-Sprecher als „Steigbügelhalter für den Bürgermeister“ betätige. Während das neue Altenheim in Scheidegg nahezu fertiggestellt sei, gehe in Weiler nichts vorwärts. Er kritisierte auch die zunehmende Sponsorensuche durch die Gemeinde, weil deren Spenden dann den örtlichen Vereinen fehlten.