Mitgliederversammlung
 


14.11.2011

Kritik  an Bürgermeister Rudolph

CSU Mitgliederversammlung
Weiler
Entscheidungen verschieben, nochmals beraten, nichtöffentlich behandeln,  sind wohl die häufigsten Begriffe, mit denen die CSU-Fraktion im Gemeinderat von Weiler-Simmerberg  zu kämpfen hat, wenn es um die zielstrebige Umsetzung von Maßnahmen geht. Dies wurde bei einer Mitgliederversammlung des CSU-Ortsverbandes mit deutlichem Unmut vom Vorsitzenden Eberhard Rotter mehrfach geäußert. Fraktionssprecher Xaver Fink bestätigte diese Feststellungen und sagte, dass viele Sitzungen stattfänden bei denen immer wieder neue „Baustellen“ angefangen würden, jedoch nichts zu Ende gebracht werde.  Fink bemängelte, dass zum Beispiel der  Musikverein Weiler seit über zwei Jahren in der Hoffnung lebe, einen größeren Proberaum zu bekommen, jedoch bis heute kein Lösungsvorschlag auf dem Tisch liege, obwohl die CSU mit konkreten Vorschlägen  auf eine schnelle Abhilfe dränge. Stattdessen befasse sich der Bürgermeister mit der Verlegung des Wochenmarktes auf den Bahnhofsvorplatz und betreibe die Ansiedelung eines dritten Verbrauchermarktes in der Oberen Breite.  In der lebhaften Diskussion der gut besuchten Versammlung wurde  deutlich, dass eine Umsiedlung der Firma Feneberg bzw. ein zusätzlicher Verbrauchermarkt nicht gewünscht werde. Auch Altbürgermeister Heribert Riedmüller und Ortsheimatpfleger Gerd Zimmer sahen keine Notwendigkeit für einen neuen Verbrauchermarkt oder gar für einen Discounter, den sich Bürgermeister Rudolph in Weiler vorstellen könnte, wie er  unlängst bei einem Pressegespräch kundtat. Eberhard Rotter stellte klar, dass sich die CSU-Fraktion klar für den Erhalt des ortsbildprägenden Bahnhofs einsetze, wenn dafür ein nachhaltiges Nutzungskonzept, das sich am Bedarf orientiere, erarbeitet werde. Er warnte vor Planungen die nur städtebauliche Aspekte ohne ein Nutzungskonzept berücksichtigen. Gemeinderat Antonius Wucher meinte, dass bei den vielen Räumen, die in der Mittelschule leer stünden ein Proberaum für die Musik bzw. eine Unterbringung  des Liederkranzes zeitnah möglich sei, wenn man nur mal entscheiden würde und nicht ständig neue Ideen produziere. Engelbert Pfanner fragte nach, wie lange der  Weg  für die Übertragung des  Alten- und Pflegeheimes Rothach an Allgäustift als  Betreiber noch andauere. Auch hier bestätigten die CSU-Gemeinderäte, dass alles sehr träge voran gehe, man sich jetzt aber schon auf der Zielgeraden befinde und die Gemeideräte hofften, dass baldmöglichst mit dem Neubau begonnen werde. Joachim Zwerger beklagte den hohen Flächenverbrauch im Gemeindegebiet, es wurde angeregt , doch darüber nachzudenken ob nicht eine restriktivere Handhabung des Einheimischen-Modells bei der Baulandvergabe notwendig sei.

 

Anlässlich der Mitgliederversammlung des CSU-Ortsverbandes Weiler-Simmerberg-Ellhofen konnte Ortsvorsitzender Eberhard Rotter (links) fünf verdiente Mitglieder für langjährige Treue zum Ortsverband ehren (von links:) Alois Brey (40 Jahre), Elisabeth Rotter (25 Jahre), und Heribert 'Riedmüller (40 Jahre) Nicht auf dem Bild sind Dietmar Siegel (25 Jahre) und Merbot Seltmann (30 Jahre),