Gespräch mit Vereinen
 

21.02.2011

Hausordnungen einstampfen?

Vereine diskutieren mit CSU-Fraktion

 

Weiler „Wo drückt der Schuh“ hieß das Motto unter dem die CSU die Vereinsvorstände zu einem Gespräch eingeladen hatte. Über 30 Vertreter aus den Bereichen Kultur, Sport, Kirche, Hilfsdienste, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft konnte der Ortsvorsitzende Eberhard Rotter begrüßen. Xaver Fink, der CSU-Fraktionssprecher im Gemeinderat moderierte die sehr lebhafte Diskussion, bei der Rudi Mellert zunächst die rückläufige Attraktivität des Marktfestes zur Diskussion stellte. Katharina Karrer vom Festausschuss meinte dazu, dass auch dieses Jahr wieder alles versucht werde mit  einer zusätzlichen Musikgruppe den Unterhaltungswert und die Stimmung zu steigern. Bärbel Hele vom Frauenbund meinte, dass auch ein kleinerer Rahmen für die Dorfgemeinschaft wertvoll sein könne. Gemeinderat Werner Weiss wies darauf hin, dass die politische Gemeinde mit ca. 9000 € Kostenübernahme bereits einen ansehnlichen Beitrag zu dem Fest leiste. Die Diskussion zeigte aber auch deutlich, dass Veränderungen und innovative Ideen gefragt sind und insbesondere auch die Verbindung mit dem traditionellen Krämermarkt neu überdacht werden sollte, um die Beteiligung der Vereine auch für die künftigen Jahre sicher zu stellen.

Feuerwehrkommandant Roland Schlechta kritisierte die neuen Hausordnungen für die gemeindeeigenen Räume, die den Vereinsvorständen eine unzumutbare Haftungs-verantwortung für die Dauer der Nutzung auf erlegen. Xaver Fink konnte dazu berichten, dass der Gemeinderat rückwirkend die Aussetzung des Vollzugs für diese Hausordnungen beschlossen habe und die  Vereine dieser Tage ein Schreiben des Bürgermeisters erhalten würden. Alle Anwesenden Vereinsvertreter waren sich mit den anwesenden Gemeinderäten sehr schnell einig, dass eine Hausordnung die ehrenamtliche Arbeit der Vereine nicht beeinträchtigen dürfe und dass Regelungen nur dort erforderlich seien, wo eine zwingende Notwendigkeit bestehe.  Xaver Fink meinte, dass die bestehenden Hausordnungen eingestampft werden sollten, denn der Auslöser für den Erlass dieses Regelwerkes seien private, nicht zulässige Feiern in Vereinsräumen gewesen. Dies‘ habe Bürgermeister Rudolph zum Anlass genommen eine umfassende Hausordnung entwerfen zu lassen, die neben dem Hausrecht für die Gemeinde, den Nutzern die Verkehrssicherungspflicht und eine weitreichende Haftungsverpflichtungen auferlegt habe. Damit sei unnötig übers Ziel hinausgeschossen worden.

Jürgen Briegel wünschte sich für den Musikverein der Pfarrei Weiler eine finanzielle Unterstützung durch Gemeinde bei der Erweiterung des Proberaumes, da die Musikapelle, durch den Aufbau einer Jugendkapelle, große Platzprobleme habe. Weitere Wünsche wurden von Roland Schlechta geäußert, er stellte fest, dass die Feuerwehr eine neue Einsatzkleidung und neue Funkgeräte benötige, denn die vorhandene Ausstattung entspreche nicht mehr den Erfordernissen.