Jahreshauptversammlung 2010
 

17.05.2010

Ehrungen beim CSU-Ortsverband Weiler-Simmerberg-Ellhofen

 

MdL Eberhard Rotter bedankte sich anlässlich der Jahreshauptversammlung bei verdienten Mitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz. V. l. n. r. Ulf Müller - 10 Jahre Schriftführer, Gerd Zimmer - 2 Jahre Ortsvorsitzender, Margret Neudert - 5 Jahre Ortsvorsitzende, Eberhard Rotter, Georg Michl - 2 Jahre Ortsvorsitzender

CSU Jahreshauptversammlung übt Kritik an Bürgermeister Rudolph

Weiler Bei der Jahreshauptversammlung der CSU in Weiler-Simmerberg-Ellhofen standen, nach einem kurzen Streifzug des Ortsvorsitzenden Eberhard Rotter zur aktuellen Landes- und Bundespolitik, die politischen Themen der Gemeinde Weiler-Simmerberg im Mittelpunkt der Berichte und Diskussionen. Hauptkritikpunkte an der Gemeidepolitik waren der leichtfertige Umgang mit dem Geld der Bürger und viele unerledigte Baustellen, die den CSU- Gemeinderäten von Weiler-Simmerberg großes Unbehagen bereiten, so der Tenor bei der Veranstaltung. MdL und Gemeinderat Eberhard Rotter und der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Xaver Fink zeigten in ihren Berichten anhand von zahlreichen Beispielen auf, wie Bürgermeister Rudolph recht locker mit den Gemeindefinanzen umgehe. Jüngstes Beispiel dafür sei, so Xaver Fink, der Beschluss, dass in neue Maschinen und Geräte für den gemeindlichen Bauhof nahezu 600 000 € investiert würden, denn im nichtöffentlichen Teil der letzten Sitzung wurde nachts um 23.20 Uhr in aller Eile, gegen die Stimmen der gesamten CSU-Fraktion, dieser Beschluss gefasst. Diese Maschinenkäufe, die aus „haushaltstechnischen Gründen“ auf Leasingbasis finanziert werden, bezeichnete Fink faktisch als Erhöhung der gemeindlichen Schulden um weitere 600000 €. Fink sagte, es gäbe viele andere wichtigere Investitionen oder Baustellen, wie das Altenheim Rothach, die Gestaltung des Bahnhofsgeländes oder den Dorfplatz in Simmerberg, die „ewig“ meist ergebnislos diskutiert würden und wo man sich inzwischen frage, nach welchen Maßstäben die Verwaltung die Prioritäten für Entscheidungen setze. Der Fraktionssprecher stellte auch fest, dass das Aufweichen der Kriterien für die Bauplatzvergabe durch die Gemeinde alles andere als nachvollziehbar sei, habe sich doch der Bürgermeister bei der „Jetzt red i in Europa –Fernsehaufzeichnung“ noch als überzeugter Verfechter einer restriktiven Baulandvergabe an Einheimische dargestellt. Als positives Beispiel für eine geordnete Finanzierung nannte Fink den nunmehr vorliegenden Abschlussbericht für die neue Schulsportanlage, bei dem die geplanten Kosten um 3000 € unterschritten wurden. Eberhard Rotter mahnte zur Zurückhaltung bei den gemeindlichen Investitionen, denn man müsse damit rechnen, dass es 2011 und 2012, was die Steuereinnahmen anbelange, zu merklichen Einbußen komme.

Ortsheimatpfleger Gerd Zimmer bereicherte die gut besuchte Versammlung mit dem Vortrag über das Thema „Kriegsende im Westallgäu“, wir berichteten darüber bereits im Rahmen der Kornhausseminare 2010.